In dieser Rubrik finden Sie aktuelle Informationen rund um die idiopathische Lungenfibrose. Ob Wissenswertes aus dem Bereich Rechtliches und Soziales, hilfreiche Tipps für den Alltag mit IPF oder Ernährungsempfehlungen – bleiben Sie informiert!

Vorbereitung auf den Arztbesuch

Hilfreich ist es, vor dem Arztgespräch das persönliche Ernährungsverhalten zu protokollieren. Schreiben Sie dazu alle Nahrungsmittel, Getränke und auch Medikamente auf, die Sie zu sich nehmen. Auch die Mengen und der Zeitpunkt der Mahlzeiten sind wichtig. Ebenso sollten Sie Ihr Gewicht einmal in der Woche überprüfen und schriftlich festhalten. Bei schweren Durchfällen, die länger anhalten, ist es auch sinnvoll die Häufigkeit und Beschaffenheit des Stuhlgangs aufzuschreiben. So kann sich der Arzt ein möglichst genaues Bild Ihrer Situation verschaffen.

Ernährungstipps bei Durchfall und IPF

Achten Sie darauf viel zu trinken, beispielsweise Mineralwasser. Bei starken Durchfällen verliert der Körper viel Flüssigkeit – das kann zu einer Austrocknung führen. Außer Wasser verlieren Sie auch Mineralstoffe wie Natrium und Kalium sowie Vitamine, wodurch Sie sich schlapp fühlen können. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt: Eventuell ist es nötig, diese Verluste durch Elektrolytlösungen oder Vitaminpräparate auszugleichen. Seien Sie zurückhaltend bei dem Genuss von Kaffee, Alkohol und Getränken mit viel Kohlensäure, wenn Sie unter Durchfall leiden. Probieren Sie vorsichtig aus, ob Sie solche Getränke vertragen.

Nehmen Sie Ihre Mahlzeiten in Ruhe zu sich: Stress kann Durchfall fördern. Grundsätzlich ist es bekömmlicher, mehrere kleine Portionen über den Tag verteilt zu essen als drei große Hauptmahlzeiten. Sorgen Sie dafür, dass Sie immer kleine Snacks griffbereit haben – auch für unterwegs. Hilfreich bei Durchfall sind im Allgemeinen zerdrückte Bananen, geriebene Äpfel und in Salzwasser oder Gemüsebrühe gekochte Kartoffeln. Bei der Zubereitung von Speisen ist generell zu empfehlen, scharfe Gewürze nur sparsam zu verwenden und die Nahrungsmittel schonend zu garen: Dünsten oder Dämpfen ist verträglicher als scharfes Anbraten oder Frittieren. Vermeiden Sie Hülsenfrüchte und Blattkohlsorten. Diese wirken blähend und belasten den Darm zusätzlich.

Ernährungsberatung bei Lungenerkrankungen

Fragen Sie Ihren Arzt nach Tipps zur Auswahl von Lebensmitteln und deren Zubereitung bei Durchfall. Außerdem können Sie sich nach Ernährungsberatern erkundigen, die sich auf Probleme mit der Ernährung bei Lungenerkrankungen spezialisiert haben. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt bzw. mit Ihrer Krankenversicherung darüber, ob sich eine solche Beratung in Ihrer Nähe befindet und ob sie von Ihrer Krankenkasse bezuschusst wird. Es lohnt sich, Zeit in eine ausgewogene Ernährung zu investieren. Denn dadurch können Sie Ihr Verdauungssystem entlasten und so viel für Ihr Wohlbefinden tun.

 

Quellen:

https://www.gesundheitsinformation.de/durchfall.2703.de.html

https://www.lungeninformationsdienst.de/krankheiten/lungenfibrose/therapien/

Fenchel-Tomatensalat mit Fischfilet

Variante für Patienten mit Untergewicht:

• 200 g Kirschtomaten
• 1 Fenchelknolle
• 1 Bund Lauchzwiebeln
• 3–4 Stiel(e) Koriander
• 2 EL flüssiger Honig
• 2 TL Dijon Senf
• Salz
• Pfeffer
• 4 EL Olivenöl
• 300 g Fischfilets
• bunter Pfeffer
• Meersalz

Fenchel-Tomatensalat mit Fischfilet

Variante für Patienten mit Untergewicht:

1. Tomaten waschen und in Hälften schneiden.
2. Den Fenchel waschen und halbieren, dann mit einem Messer den Strunk entfernen und den Fenchel in feine Streifen schneiden.
3. Die Lauchzwiebeln waschen und in feine Ringe schneiden.
4. Frischen Koriander waschen, trocken tupfen und fein hacken.
5. Alle Zutaten in einer Schüssel vermischen.
6. Für das Dressing Honig und Senf mit Salz und Pfeffer in eine Schüssel geben und mit 2 EL Olivenöl gut verrühren.
7. Erhitzen Sie 2 EL Öl in einer Pfanne. Für eine kalorienreiche Variante wählen Sie einen Fisch mit hohem Fettgehalt wie Lachs, und braten die Filets rundherum an. Würzen Sie die Filets zurückhaltend mit Salz und buntem Pfeffer.
8. Das Dressing über den Salat geben und mit dem Fisch anrichten.

Fenchel-Tomatensalat mit Fischfilet

Variante für Patienten mit Übergewicht:

• 200 g Kirschtomaten
• 1 Fenchelknolle
• 1 Bund Lauchzwiebeln
• 3–4 Stiel(e) Koriander
• 2 EL flüssiger Honig
• 2 TL Dijon Senf
• Salz
• Pfeffer
• 4 EL Olivenöl
• 300 g Fischfilets
• bunter Pfeffer
• Meersalz

Fenchel-Tomatensalat mit Fischfilet

Variante für Patienten mit Übergewicht:

1. Tomaten waschen und in Hälften schneiden.
2. Den Fenchel waschen und halbieren, dann mit einem Messer den Strunk entfernen und den Fenchel in feine Streifen schneiden.
3. Die Lauchzwiebeln waschen und in feine Ringe schneiden.
4. Frischen Koriander waschen, trocken tupfen und fein hacken.
5. Alle Zutaten in einer Schüssel vermischen.
6. Für das Dressing Honig und Senf mit Salz und Pfeffer in eine Schüssel geben und mit 2 EL Olivenöl gut verrühren.
7. Kalorienarm: Erhitzen Sie 2 EL Öl in einer Pfanne. Für eine kalorienarme Variante wählen Sie einen fettarmen Fisch wie Kabeljau, und braten die Filets rundherum an. Würzen Sie die Filets zurückhaltend mit Salz und buntem Pfeffer.
8. Das Dressing über den Salat geben und mit dem Fisch anrichten.

Warum ist Passivrauchen so schädlich?

Wenn eine Zigarette – oder auch ein anderes Tabakprodukt – brennt, entstehen zwei Rauchströme, die in die Umgebung gelangen: der Haupt- und der Nebenstromrauch. Der Hauptstromrauch ist der Rauch, den der Raucher nach einem Zug an der Zigarette durch das Ausatmen der Luft zuführt. Der Nebenstromrauch entsteht durch das Glühen der Zigarette zwischen zwei Zügen und macht circa drei Viertel des gesamten Rauchs aus. Der Nebenstromrauch entsteht bei wesentlich niedrigeren Temperaturen als der Hauptstromrauch und ist der gefährlichere Rauch beim Passivrauchen. In ihm können die gesundheitsschädlichen Stoffe bis zu 100-mal mehr enthalten sein als in dem Hauptstromrauch.

 

Welche Auswirkungen hat Passivrauchen auf IPF-Patienten?

Passivrauchen hat schon auf gesunde Menschen eine gesundheitsschädliche Wirkung. Welchen Effekt tritt dann erst bei Personen ein, deren Lunge nicht mehr richtig funktioniert und die bereits Atemprobleme haben? Denn neben den allgemein bekannten Erkrankungen, die durch Rauchen beziehungsweise Passivrauchen entstehen können, reizt Zigarettenrauch auch die Augen und vor allem die oberen Atemwege.

Als IPF-Patient sollten Sie deswegen vermeiden, sich Passivrauch auszusetzen. Scheuen Sie sich auch nicht, einen Raucher freundlich darauf hinzuweisen, was für eine Auswirkung seine Zigarette auf Ihre Gesundheit hat. Oft sind sich Raucher nicht im Klaren, wie sehr sie nicht nur sich selbst, sondern auch ihrer Umwelt mit einer einzelnen Zigarette schaden können.

Passivrauch kann bei IPF-Patienten einen Hustenanfall auslösen, der einen Abfall der Sauerstoffsättigung im Blut zur Folge haben kann. In dem Fall benötigt der Betroffene eine Sauerstofftherapie oder muss eventuell sogar intubiert werden, damit die Sauerstoffversorgung gewährleistet ist. Auch der Geruch von Zigaretten in Kleidung oder Haaren kann für IPF-Patienten sehr störend sein und die Lunge reizen. Sie können Ihre Familie und Freunde darum bitten, nicht unmittelbar vor einem Treffen mit Ihnen zu rauchen und in frischer Kleidung zu kommen. Zusätzlich empfiehlt es sich – auch wenn es schade ist und sich niemand gerne einschränken lässt –, dass Sie Ihrer Gesundheit zuliebe Plätze meiden, an denen viel geraucht wird wie beispielsweise Biergärten.

 

Quellen:

https://www.lungeninformationsdienst.de/krankheiten/lungenfibrose/risikofaktoren/index.html

https://www.lungenaerzte-im-netz.de/rauchstopp/passivrauchen/

https://www.dkfz.de/de/tabakkontrolle/Passivrauchen_und_gesundheitliche_Folgen.html

Was sind die Aufgaben der Patientenvertretung?

Meist ist mit der Patientenvertretung auch die Patientenbeteiligung im Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) gemeint. Zusammen mit Ärzten, Zahnärzten, Psychotherapeuten, Vertretern aus Krankenhäusern und Krankenkassen sowie mit unabhängigen Vertretern beratschlagt und diskutiert die Patientenvertretung dort über Änderungen in der Gesundheitsversorgung von Patienten. Der Gemeinsame Bundesausschuss legt fest, welche medizinischen Leistungen (Untersuchungsmethoden, Therapieoptionen, Arzneimittel) von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen werden. Außerdem beschließt er Maßnahmen, um die Qualität der gesundheitlichen Versorgung zu sichern.

Die Patientenvertretung vertritt Patienten, chronisch Kranke und Menschen mit Behinderungen. Sie hat die Aufgabe, für patientenorientierte Entscheidungen sowie für mehr Transparenz bei den einzelnen Entscheidungen zu sorgen. Auf diese Weise können die Vertreter die Versorgung der Patienten optimieren und mögliche negative Auswirkungen durch Änderungen in den Richtlinien mithilfe ihrer Erfahrungen abwenden.

Die entsandten Vertreter nehmen an den Sitzungen des G-BA teil, stehen beratend zur Seite und dürfen Anträge zur Verbesserung der Patientenversorgung stellen. Ein Stimmrecht haben sie jedoch nicht.

 

Wer kann in die Patientenvertretung gewählt werden?

Zurzeit besteht die Patientenvertretung aus 250 Personen, die ihr Mitberatungsrecht im Gemeinsamen Bundesausschuss wahrnehmen. Wer das ist, entscheiden die vier maßgeblich anerkannten Patienten- und Selbsthilfeorganisationen. Dazu zählen:

-          Der Deutsche Behindertenrat (DBR)

-          Die Bundesarbeitsgemeinschaft der PatientInnenstellen und -Initiativen (BAGP)

-          Die Deutsche Arbeitsgemeinschaft Selbsthilfegruppen e. V. (DAG SHG)

-          Der Verbraucherzentrale Bundesverbande e. V. (vzbv)

Durch diese vier Organisationen soll die Vielschichtigkeit der vertretenen Patienten gewährleistet werden: akut und chronisch kranke Patienten, Menschen mit einer leichten oder schweren Behinderung sowie Betroffene aller Altersklassen. Zudem müssen alle Vertreter interessenunabhängig handeln können. Das bedeutet, sie dürfen weder einer Pharmafirma noch einer Krankenkasse verpflichtet sein und es sollten auch keine sonstigen privaten, beruflichen oder finanziellen Konflikte entstehen.

Die Organisationen ernennen einvernehmlich die Patientenvertreter für einzelne Gremien oder für spezielle Beratungsthemen. Mindestens die Hälfte der ernannten Vertreter müssen selbst Betroffene sein und ungefähr gleich viele weibliche und männliche Vertreter sollen in einem Gremium sitzen. Die entsandten Vertreten müssen zudem fach- und sachkundig in dem entsprechenden Thema sein, bei dem sie beratend zur Seite stehen.

 

Wie finde ich die richtige Patientenvertretung?

Sie sind auf der Suche nach einer Patientenvertretung oder haben ein Anliegen? Am besten wenden Sie sich an eine Selbsthilfegruppe oder eine Patientenorganisation für IPF-Patienten. Diese arbeiten oft in größeren Verbänden zusammen und können Ihnen vermutlich weiterhelfen. Denn die Patientenvertretung im Gemeinsamen Bundesausschuss kann nur übergreifende Belange behandeln und sich nicht einzelnen Patienten zuwenden. Falls Sie sich doch an den G-BA wenden möchten, finden Sie hier das Kontaktformular.

 

 

Quellen

https://patientenvertretung.g-ba.de/wer-wir-sind/

https://patientenvertretung.g-ba.de/media/documents/broschure_10_jahre_patvertretung_g-ba.pdf

WEITERES ZU ERNÄHRUNG  

Wärmende Lebensmittel

Egal welche Geschmacksvorlieben Sie haben – es findet sich bestimmt ein wärmendes Lebensmittel, das Ihnen gut schmeckt. Probieren Sie doch mal ein paar der folgenden Nahrungsmittel:

·         Obst: Granatäpfel und Zwetschgen

·         Nüsse: Haselnüsse, Kürbiskerne, Maronen und Walnüsse

·         Fleisch: rotes Fleisch wie Lamm, Rind, Schwein oder Wild (jedoch nur in Maßen, da rotes Fleisch die Gefahr für eine Herz-Kreislauf-Erkrankung erhöhen kann)

·         Fisch: Hering, Kabeljau, Scholle und Thunfisch

·         Getreidesorten: Grünkern, Hafer und Hirse

·         Gewürze: Anis, Chili, Curry, Ingwer, Knoblauch, Koriander, Kümmel, Muskat, Nelke, Oregano, Piment, Sternanis, Wacholder und Zimt

·         Getränke: Tee mit Gewürzen (Anis, Fenchel, Ingwer, Kardamom, Kümmel, Nelken oder Zimt) sowie Kaffee

Haben Sie mit hohem Blutdruck oder Hitzewallungen zu kämpfen? Dann sollten Sie diese wärmenden Lebensmittel nur selten und in geringen Mengen zu sich nehmen.

 

Wintergemüse und die richtige Zubereitung

Auch viele Gemüsesorten haben wärmende Eigenschaften und schmecken deswegen im Winter noch besser. Darüber hinaus sind sie gesund, da sie viele Vitamine enthalten und so die körpereigene Abwehr stärken. Bekannte Wintergemüse sind zum Beispiel: verschiedene Kohlsorten, Kürbis, Möhren, Pastinaken, Porree, Rote Beete, Sellerie und Steckrüben. Wenn Sie die unliebsamen Nebenwirkungen von Kohl umgehen möchten, dann kochen Sie einfach ganze oder gemahlene Kümmelkörner mit.

Generell spielt die richtige Zubereitung eine wichtige Rolle: länger gekochte, gebratene oder gebackene Speisen wärmen besonders gut. Auch Eintöpfe, Suppen und Ofengerichte stehen im Winter besonders gerne auf dem Speiseplan, weil sie uns ein wohliges Gefühl geben.

WEITERES ZU ALLTAG MIT IPF  

Was ist Corona?

Corona ist der umgangssprachliche Begriff für die aktuell auftretende Erkrankung. Der medizinische Name lautet COVID-19 (Coronavirus Disease 2019). Die auslösenden Viren heißen SARS-CoV-2. SARS steht für „Severe Acute Respiratory Syndrome“ und bedeutet „Schweres akutes Atemwegssyndrom“. Sie gehören zu den Coronaviren und verdanken ihren Namen ihrem kranzförmigen Aussehen (lat. Corona = Kranz, Krone).

Wie der Name SARS-CoV-2 sagt, kann das Virus schwere Atemwegserkrankungen verursachen. Die Erkrankung verläuft bei jedem Betroffenen unterschiedlich. Es gibt nicht den typischen Krankheitsverlauf. Im Gegenteil: die Verläufe sind sehr unterschiedlich und variieren von symptomlos über Erkältungssymptome bis hin zu schweren Lungenentzündungen.

Übertragen wird das Virus hauptsächlich durch Tröpfcheninfektion, wie beispielsweise beim Niesen oder Husten. Aber auch Schmierinfektionen über kontaminierte Oberflächen oder über die Bindehaut der Augen sind möglich.

Warum sind IPF-Patienten besonders gefährdet?

Bei Risikogruppen steigt die Chance auf einen schwereren Krankheitsverlauf bei einer Corona-Infektion an. Zu den bekannten Risikofaktoren gehören höheres Alter und Vorerkrankungen. Beispiele sind Diabetes, Krebs, Herzerkrankungen und Lungenerkrankungen wie Asthma, Bronchitis und idiopathische Lungenfibrose (IPF).

Durch die IPF-bedingten Vernarbungen in der Lunge ist der Sauerstoffaustausch gestört. Kommt noch eine Lungenentzündung hinzu, verschlechtert dies die Situation weiter und es kann zu akuter Atemnot und Sauerstoffmangel kommen, was lebensbedrohlich werden kann. Um dies zu vermeiden, sollten IPF-Patienten – genau wie andere Risikogruppen – bestimmte Vorsichtsmaßnahmen treffen.

Kann ich meine Therapie wie gewohnt fortführen?

Bitte setzen Sie Ihre Therapie nicht eigenständig ab, sondern besprechen Sie das weitere Vorgehen mit Ihrem behandelnden Arzt. Achten Sie außerdem in besonderem Maße auf Verhaltensregeln zur Vermeidung einer möglichen Infektion.  

Welche Vorsichtsmaßnahmen sind sinnvoll?

Hier finden Sie eine Übersicht über die wichtigsten Vorsichtsmaßnahmen – empfohlen vom Robert-Koch-Institut und dem Bundesgesundheitsministerium.

Allgemeine Vorsichtsmaßnahmen:

Waschen Sie sich regelmäßig die Hände mit Seife für mindestens 20 Sekunden. Singen Sie dabei zweimal das Lied „Happy Birthday“, das dauert in etwa so lang. Eine Anleitung und weitere Tipps finden Sie hier: https://www.infektionsschutz.de/haendewaschen/

Fassen Sie sich und anderen nicht ins Gesicht. So verhindern Sie, dass die Viren leichter zu den Schleimhäuten gelangen.

Vermeiden Sie Körperkontakt wie beispielsweise Händeschütteln. Ein Abstand von ein bis zwei Metern zu anderen Menschen, vor allem solchen mit Erkältungssymptomen, verringert die Infektionsgefahr.

Niesen oder Husten Sie in Ihre Armbeuge oder in ein Papiertaschentuch, das Sie danach in einen Mülleimer mit Deckel entsorgen.

Meiden Sie kranke Personen und Menschenansammlungen. Dazu gehören zum Beispiel Veranstaltungen und öffentliche Verkehrsmittel.

Arbeiten Sie, wenn es geht, von zu Hause aus.

Wenn Sie sich in letzter Zeit in einem Risikogebiet aufgehalten haben oder Kontakt zu Menschen hatten, die sich in Risikogebieten aufgehalten haben, kontaktieren Sie telefonisch Ihren Hausarzt und klären Sie, ob eine Quarantäne für Sie notwendig ist. Eine aktuelle Übersicht über Risikogebiete finden Sie auf der Internetseite des Robert-Koch-Instituts.

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für IPF-Patienten und andere Risikogruppen:

Bleiben Sie zu Hause und lassen Sie sich wichtige Dinge wie Lebensmittel von Bekannten oder Lieferdiensten bringen. Diese sollten die Waren möglichst ohne größeren Kontakt vorbeibringen: Die Einkäufe vor der Tür abstellen, klingeln und sich zwei Meter entfernen.

Vermeiden Sie persönliche Kontakte oder reduzieren Sie diese auf ein Minimum. Telefonieren oder Video-Chats sind selbstverständlich weiterhin problemlos möglich.

Vermeiden Sie unnötige Arztbesuche. Dort können Sie sich leicht anstecken. Rufen Sie bei Ihrem Arzt an, wenn Sie etwas benötigen oder eine Frage haben. Ausgenommen sind natürlich Notfälle.

Fragen Sie bei Ihrem Arzt telefonisch nach, ob für Sie eine Pneumokokken- oder Grippe-Impfung infrage kommt.

Wo erhalten Sie seriöse und zuverlässige Informationen?

In solchen Zeiten wie jetzt kursieren oft Falschinformationen und es gibt Menschen, die mit der Angst Profit machen wollen. Lassen Sie sich jedoch nicht in die Irre führen! Folgende Anlaufstellen bieten Ihnen vertrauenswürdige Informationen, um auf dem Laufenden zu bleiben:

Das Robert-Koch-Institut (RKI): https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/nCoV.html

Das Bundesgesundheitsministerium (BMG): https://www.bundesgesundheitsministerium.de/coronavirus.html

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO): http://who.maps.arcgis.com/apps/opsdashboard/index.html#/ead3c6475654481ca51c248d52ab9c61  

 

Quellen:

https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Steckbrief.html#doc13776792bodyText1

https://www.rki.de/SharedDocs/FAQ/NCOV2019/FAQ_Liste.html

https://www.bundesgesundheitsministerium.de/coronavirus.html

https://www.infektionsschutz.de/haendewaschen/

 

 

 

WEITERES ZU RECHTLICHES & SOZIALES  

 

 

Welche Maßnahmen gibt es?

Die Idiopathische Lungenfibrose (IPF) führt im Verlauf der Erkrankung zu Atembeschwerden und dadurch zu Mobilitätseinschränkungen. Zu Beginn können oft Gehhilfen, wie ein Gehstock oder Rollator weiterhelfen. Auch das anstrengende Bücken oder Strecken nach Gegenständen kann durch einen Greifer erleichtert werden. Geländer und Aufstehhilfen – im Badezimmer, Schlafzimmer oder anderen Räumen – vereinfachen das Aufstehen von der Toilette, aus dem Bett oder in anderen Situationen. Doch wenn diese Hilfsmittel irgendwann nicht mehr ausreichen, dann stellt sich die Frage nach notwendigen größeren Veränderungen.

Bestimmte Umbaumaßnahmen und Anpassungen in Ihrer Wohnung oder in Ihrem Haus können Ihnen das Leben erleichtern und Ihre Lebensqualität erhöhen. Dazu gehört beispielsweise der Einbau eines Treppenlifts oder der Anbau einer Rampe von außen zu Ihrer Haustür. Ein barrierefreier und rutschfester Untergrund verringert das Risiko, dass Sie stolpern und stürzen. In manchen Fällen bietet sich auch der Umzug in eine ebenerdige Wohnung an.

 

Wer hilft Ihnen bei der Finanzierung?

Wie können Sie diese Umbauten finanzieren? Unter bestimmten Voraussetzungen übernimmt Ihre Pflegekasse einen Teil der Kosten. Zu diesen Voraussetzungen gehört, dass Sie die Vorversicherungszeit erfüllen – Sie müssen innerhalb der letzten zehn Jahre vor Antragstellung mindestens zwei Jahre in der Pflegeversicherung versichert gewesen sein –, dass Sie pflegebedürftig sind und dass Sie die Umbaumaßnahmen VOR deren Beginn bei Ihrer Pflegekasse beantragt haben. Erfüllen Sie diese Bedingungen, dann können Sie einen maximalen Zuschuss von 4.000 Euro erhalten. Diesen können Sie sowohl für Umbau- und Anpassungsmaßnahmen als auch für Umzugskosten verwenden.

Alternativ können Sie bei der KfW-Bankengruppe (Kreditinstitut für Wiederaufbau) einen Kredit beantragen. Das Programm Nummer 159 „Altersgerecht Umbauen“ unterstützt Baumaßnahmen, die die Wohnqualität verbessern und Hindernisse sowie Barrieren beseitigen. Auch der Kauf von bereits umgebauten Wohnungen/Häusern oder Immobilien, die noch angepasst werden müssen, können mitfinanziert werden. Hier beträgt die maximale Summe 50.000 Euro pro Wohneinheit. Ebenso wie bei der Pflegekasse müssen Sie hier den Antrag stellen BEVOR Sie mit dem Umbau beginnen oder den Kauf getätigt haben.

Weitere Informationen, Anregungen und Unterstützung zu diesem Thema finden Sie auf der Webseite des Vereins „Barrierefrei Leben“ (www.online-wohn-beratung.de).