In dieser Rubrik finden Sie aktuelle Informationen rund um die idiopathische Lungenfibrose. Ob Wissenswertes aus dem Bereich Rechtliches und Soziales, hilfreiche Tipps für den Alltag mit IPF oder Ernährungsempfehlungen – bleiben Sie informiert!

Wärmende Lebensmittel

Egal welche Geschmacksvorlieben Sie haben – es findet sich bestimmt ein wärmendes Lebensmittel, das Ihnen gut schmeckt. Probieren Sie doch mal ein paar der folgenden Nahrungsmittel:

·         Obst: Granatäpfel und Zwetschgen

·         Nüsse: Haselnüsse, Kürbiskerne, Maronen und Walnüsse

·         Fleisch: rotes Fleisch wie Lamm, Rind, Schwein oder Wild (jedoch nur in Maßen, da rotes Fleisch die Gefahr für eine Herz-Kreislauf-Erkrankung erhöhen kann)

·         Fisch: Hering, Kabeljau, Scholle und Thunfisch

·         Getreidesorten: Grünkern, Hafer und Hirse

·         Gewürze: Anis, Chili, Curry, Ingwer, Knoblauch, Koriander, Kümmel, Muskat, Nelke, Oregano, Piment, Sternanis, Wacholder und Zimt

·         Getränke: Tee mit Gewürzen (Anis, Fenchel, Ingwer, Kardamom, Kümmel, Nelken oder Zimt) sowie Kaffee

Haben Sie mit hohem Blutdruck oder Hitzewallungen zu kämpfen? Dann sollten Sie diese wärmenden Lebensmittel nur selten und in geringen Mengen zu sich nehmen.

 

Wintergemüse und die richtige Zubereitung

Auch viele Gemüsesorten haben wärmende Eigenschaften und schmecken deswegen im Winter noch besser. Darüber hinaus sind sie gesund, da sie viele Vitamine enthalten und so die körpereigene Abwehr stärken. Bekannte Wintergemüse sind zum Beispiel: verschiedene Kohlsorten, Kürbis, Möhren, Pastinaken, Porree, Rote Beete, Sellerie und Steckrüben. Wenn Sie die unliebsamen Nebenwirkungen von Kohl umgehen möchten, dann kochen Sie einfach ganze oder gemahlene Kümmelkörner mit.

Generell spielt die richtige Zubereitung eine wichtige Rolle: länger gekochte, gebratene oder gebackene Speisen wärmen besonders gut. Auch Eintöpfe, Suppen und Ofengerichte stehen im Winter besonders gerne auf dem Speiseplan, weil sie uns ein wohliges Gefühl geben. Mit diesem leckeren Ofengemüse zum Beispiel lassen sich die kalten Abende gleich viel besser verleben:

Wärmendes Ofengemüse

Variante für Patienten mit Untergewicht:

• 250 g Kürbis (z. B. Moschuskürbis, geputzt ca. 200 g)
• 1-2 Rote Beten (je ca. 150 g)
• 125 g Pastinaken
• 125 g Knollensellerie
• 125 g Möhren
• 1 Stange Lauch
• 1 Gemüsezwiebel
• 1 Knoblauchzehe
• 4 Zweige Thymian
• 1 Zweig Rosmarin
• 3 EL Olivenöl
• Salz
• Pfeffer
• Frische Petersilie nach Belieben
• 50 ml Orangensaft
• 50-75 ml Gemüsebrühe

Wärmendes Ofengemüse

Variante für Patienten mit Untergewicht:

1. Den Backofen auf 200° vorheizen.
2. Kürbis entkernen, schälen, und in 4 cm große Stücke schneiden.
3. Rote Bete schälen und achteln (Handschuhe tragen, denn Rote Bete färbt ab!)
4. Pastinaken, Möhren und Sellerie schälen, längs halbieren, und in 4 cm große Stücke schneiden.
5. Lauch längs einschneiden, waschen und in Ringe schneiden. Zwiebel und Knoblauch schälen. Die Zwiebel halbieren und in Spalten, den Knoblauch in feine Scheiben schneiden.
6. Kräuterzweige abbrausen und zum Ofengemüse geben.
7. Alle Zutaten auf ein tiefes Backblech oder in eine große Auflaufform geben und mit Öl, Kräutern und Koriander mischen und kräftig mit Salz und Pfeffer würzen.
8. Bei 180 Grad Umluft etwa 10 Minuten garen, dann Orangensaft und Brühe angießen, alles noch einmal durchmischen und weitere 30-40 min garen (dabei ggf. noch etwas Brühe angießen).
9. Petersilie waschen und das fertige Gericht garnieren.
10. Für eine kalorienreichere Variante können Sie außerdem 200g Hirten- oder Schafskäse würfeln und mit dem Gemüse garen, oder das Ofengemüse mit in Salzwasser gekochten Kartoffeln reichen.

Wärmendes Ofengemüse

Variante für Patienten mit Übergewicht:

• 250 g Kürbis (z. B. Moschuskürbis, geputzt ca. 200 g)
• 1-2 Rote Beten (je ca. 150 g)
• 125 g Pastinaken
• 125 g Knollensellerie
• 125 g Möhren
• 1 Stange Lauch
• 1 Gemüsezwiebel
• 1 Knoblauchzehe
• 4 Zweige Thymian
• 1 Zweig Rosmarin
• 3 EL Olivenöl
• Salz
• Pfeffer
• Frische Petersilie nach Belieben
• 50 ml Orangensaft
• 50-75 ml Gemüsebrühe

Wärmendes Ofengemüse

Variante für Patienten mit Übergewicht:

1. Den Backofen auf 200° vorheizen.
2. Kürbis entkernen, schälen, und in 4 cm große Stücke schneiden.
3. Rote Bete schälen und achteln (Handschuhe tragen, denn Rote Bete färbt ab!)
4. Pastinaken, Möhren und Sellerie schälen, längs halbieren, und in 4 cm große Stücke schneiden.
5. Lauch längs einschneiden, waschen und in Ringe schneiden. Zwiebel und Knoblauch schälen. Die Zwiebel halbieren und in Spalten, den Knoblauch in feine Scheiben schneiden.
6. Kräuterzweige abbrausen und zum Ofengemüse geben.
7. Alle Zutaten auf ein tiefes Backblech oder in eine große Auflaufform geben und mit Öl, Kräutern und Koriander mischen und kräftig mit Salz und Pfeffer würzen.
8. Bei 180 Grad Umluft etwa 10 Minuten garen, dann Orangensaft und Brühe angießen, alles noch einmal durchmischen und weitere 30-40 min garen (dabei ggf. noch etwas Brühe angießen).
9. Petersilie waschen und das fertige Gericht garnieren.

Achtsamkeit soll der Schlüssel zu mehr Gelassenheit sein und dazu beitragen, Stress zu bewältigen. Dieser Begriff begegnet uns heute überall, doch was verbirgt sich eigentlich dahinter? Ursprünglich kommt Achtsamkeit aus der buddhistischen Lehre. Es handelt sich dabei um eine bestimmte Form der Aufmerksamkeit.

Achtsam mit sich umgehen: Das MBSR-Training von Jon Kabat-Zinn

Ende der 1970er Jahre entwickelte der Molekularbiologe Jon Kabat-Zinn, Dozent an der University of Massachusetts, ein achtwöchiges Programm, mit dem sich Achtsamkeit trainieren lässt: die Methode der Mindfulness-Based Stress Reduction, kurz MBSR genannt. Im Mittelpunkt von MBSR steht das Schulen der Wahrnehmung. Das bedeutet, die Gegenwart bewusst wahrzunehmen und sich ganz auf den Moment einzulassen, ohne zu bewerten, was geschieht – auch wenn Gedanken, Gefühle oder körperliche Empfindungen aufkommen. Achtsamkeitstraining basiert auf verschiedenen meditativen Übungen wie dem Body-Scan (achtsame Körperwahrnehmung), Atemübungen, Achtsamkeitsübungen für den Alltag sowie Yoga-Übungen und Sitz- bzw. Gehmeditationen. Wer sich in Achtsamkeit übt, kann seine Gedanken und Gefühle besser kontrollieren. So lässt sich Stress senken, das Wohlbefinden fördern und die Lebensfreude steigern. Menschen mit IPF kann Achtsamkeit helfen, besser mit der eigenen Situation und negativen Emotionen oder Gedanken, die damit verbunden sind, zurechtzukommen.

Achtsamkeit lässt sich lernen: beispielsweise bei einem Kurs in Ihrer Nähe. Die meisten gesetzlichen Krankenkassen übernehmen einen Großteil der Kosten für das Training. Damit Sie die Methode auch im Alltag anwenden, können Sie sich von einer App unterstützen lassen: „Die Achtsamkeit App – Meditation für Jeden“ gibt es für Android- und iOS-Geräte in einer kostenlosen und einer kostenpflichtigen Version.

Mit Meditation zur inneren Mitte

Doch es muss nicht das klassische MBSR-Training nach Jon Kabat-Zinn sein. Auch Meditation trägt dazu bei, achtsamer und fokussierter zu leben. Wer beim Stichwort „Meditation“ nur an entrückte Yogis denkt, der irrt: Meditieren kann jeder und jeder kann sich damit etwas Gutes tun: Wer meditiert, kann Stress redu­zie­ren, wird gelas­se­ner und hebt seine Laune. Auch auf körperlicher Ebene bringt Meditation Vorteile: zum Beispiel wirkt sie sich positiv auf das Immun­sys­tem, milde Kopfschmerzen und Schlafprobleme aus. Selbst Bluthochdruck kann sie lindern.

Den Einstieg in die Meditation können Sie einfach per App machen. Zum Beispiel mit der 7Mind-App: Dabei stehen Ihnen von Experten erstellte Meditationen zur Verfügung, die Ihnen bei regelmäßiger Anwendung im täglichen Auf und Ab zu mehr Ruhe und Achtsamkeit verhelfen. Die gute Nachricht ist: Auch bei diesem Meditationskurs erstatten Ihnen Ihre gesetzliche Krankenkasse bis zu 100 Prozent des Preises (auf der 7Mind-Webseite finden Sie einen Überblick darüber, welche Kosten Ihre Krankenkasse übernimmt).  Zum Ausprobieren können Sie mit dem kostenlosen Grundlagenkurs einen Einblick in die Meditation gewinnen.

Welche Form der Meditation oder der Achtsamkeit zu Ihnen passt, müssen Sie selbst herausfinden. Am besten Sie probieren die verschiedenen Möglichkeiten einfach mal aus.

 

Quellen:

https://ich-will-meditieren.de/studien/

https://www.7mind.de/warum-meditation-lernen

https://www.planet-wissen.de/gesellschaft/psychologie/achtsamkeit/index.html

http://leichter-durchs-leben-coaching.de/achtsamkeit-uebungen-infografik/

https://www.praxisvita.de/achtsamkeitsmeditation-warum-sie-so-gut-tut-9251.html

Welche Maßnahmen gibt es?

Die Idiopathische Lungenfibrose (IPF) führt im Verlauf der Erkrankung zu Atembeschwerden und dadurch zu Mobilitätseinschränkungen. Zu Beginn können oft Gehhilfen, wie ein Gehstock oder Rollator weiterhelfen. Auch das anstrengende Bücken oder Strecken nach Gegenständen kann durch einen Greifer erleichtert werden. Geländer und Aufstehhilfen – im Badezimmer, Schlafzimmer oder anderen Räumen – vereinfachen das Aufstehen von der Toilette, aus dem Bett oder in anderen Situationen. Doch wenn diese Hilfsmittel irgendwann nicht mehr ausreichen, dann stellt sich die Frage nach notwendigen größeren Veränderungen.

Bestimmte Umbaumaßnahmen und Anpassungen in Ihrer Wohnung oder in Ihrem Haus können Ihnen das Leben erleichtern und Ihre Lebensqualität erhöhen. Dazu gehört beispielsweise der Einbau eines Treppenlifts oder der Anbau einer Rampe von außen zu Ihrer Haustür. Ein barrierefreier und rutschfester Untergrund verringert das Risiko, dass Sie stolpern und stürzen. In manchen Fällen bietet sich auch der Umzug in eine ebenerdige Wohnung an.

 

Wer hilft Ihnen bei der Finanzierung?

Wie können Sie diese Umbauten finanzieren? Unter bestimmten Voraussetzungen übernimmt Ihre Pflegekasse einen Teil der Kosten. Zu diesen Voraussetzungen gehört, dass Sie die Vorversicherungszeit erfüllen – Sie müssen innerhalb der letzten zehn Jahre vor Antragstellung mindestens zwei Jahre in der Pflegeversicherung versichert gewesen sein –, dass Sie pflegebedürftig sind und dass Sie die Umbaumaßnahmen VOR deren Beginn bei Ihrer Pflegekasse beantragt haben. Erfüllen Sie diese Bedingungen, dann können Sie einen maximalen Zuschuss von 4.000 Euro erhalten. Diesen können Sie sowohl für Umbau- und Anpassungsmaßnahmen als auch für Umzugskosten verwenden.

Alternativ können Sie bei der KfW-Bankengruppe (Kreditinstitut für Wiederaufbau) einen Kredit beantragen. Das Programm Nummer 159 „Altersgerecht Umbauen“ unterstützt Baumaßnahmen, die die Wohnqualität verbessern und Hindernisse sowie Barrieren beseitigen. Auch der Kauf von bereits umgebauten Wohnungen/Häusern oder Immobilien, die noch angepasst werden müssen, können mitfinanziert werden. Hier beträgt die maximale Summe 50.000 Euro pro Wohneinheit. Ebenso wie bei der Pflegekasse müssen Sie hier den Antrag stellen BEVOR Sie mit dem Umbau beginnen oder den Kauf getätigt haben.

Weitere Informationen, Anregungen und Unterstützung zu diesem Thema finden Sie auf der Webseite des Vereins „Barrierefrei Leben“ (www.online-wohn-beratung.de).

WEITERES ZU ERNÄHRUNG  

Eine erschwerte Atmung oder Probleme bei der Nahrungsaufnahme können bei Betroffenen zu ungewolltem Gewichtsverlust und damit zu Untergewicht führen. Das erhöht das Risiko für Infektionskrankheiten und schwächt den Körper im Allgemeinen. „Ich habe schon gemerkt, dass mir der Gewichtsverlust körperlich nicht guttat. Ich war weniger belastbar und meine Lebensqualität hat darunter gelitten“, berichtet IPF-Patient Günter. Umso wichtiger ist die bewusste Ernährung, auch, wenn es manchmal schwerfällt.

Tipps und Tricks

Gewicht halten ist ein immer fortlaufender Prozess, und Prozesse laufen nicht stetig gleich gut. Versuchen Sie Frustration zu vermeiden: Es darf auch einmal nicht so gut laufen.

Nichtsdestotrotz gibt es einige nützliche Tipps, die Ihnen dabei helfen können, dem Gewichtsverlust entgegenzuwirken:

  • Führen Sie ein Gewichtstagebuch, in dem Sie regelmäßig Ihren Gewichtsverlauf dokumentieren. Wiegen Sie sich dafür nicht zu oft! Richten Sie sich zum Beispiel einmal pro Woche einen „Wiegetermin“ ein und notieren Sie das Ergebnis.
  • Führen Sie ein Essenstagebuch. Darin können Sie notieren, wann Sie welche Nahrung am Tag zu sich nehmen. Bei einem Gespräch mit dem Arzt oder einem Ernährungsberater kann dieser Ihnen auf Grundlage Ihres Tagebuchs individuelle Tipps und Ratschläge geben. Probieren Sie Flüssignahrung aus, wenn Ihnen das Essen schwerfällt. Um kein Gewicht zu verlieren, wählt man die höherfettige Variante von Milchprodukten wie Joghurt und Quark oder Trinkpulver zum Einrühren. Auch das Trinken während dem Essen kann helfen.

„Bei Problemen mit dem Essen hilft es mir, viel zu trinken – immer einen Schluck Wasser nach jedem zweiten, dritten Bissen.“ - Günter, IPF-Patient

  • Bittere Lebensmittel machen hungrig! Bitterstoffe sind zum Beispiel in frischen Zitrusfrüchten wie Orangen und Zitronen oder in den Salatsorten Chicorée, Rucola und Endivie enthalten. Eine Vorspeise mit bitteren Lebensmitteln hilft Ihnen, den Appetit anzuregen. Sorgen Sie für Abwechslung bei den Hauptmahlzeiten, zum Beispiel durch eine kräftige Suppe. Sie kann je nach Jahreszeit kalt oder warm gegessen werden. Aus einem kalorienarmen Rezept wird mithilfe von Sahne und Kartoffeln schnell und einfach eine kalorienreiche Variante gezaubert.
WEITERES ZU ALLTAG MIT IPF  

Ist durch IPF die körperliche Belastbarkeit eingeschränkt, kann sich das auch in vielen Alltagssituationen bemerkbar machen: beim Einkaufen, Treppensteigen oder im Haushalt. Daher gehören sogenannte Belastungstest meist zum Behandlungsplan dazu. Ergometrische Untersuchungen sind die klassischen Belastungstests. Hierbei fährt der Patient auf einem Fahrrad oder geht auf einem Laufband. Dabei ist er in der Regel an ein EKG (Elektrokardiogramm) angeschlossen und trägt eine Gesichtsmaske zur Messung der Atmung. Darüber kann der Arzt die Lungen- und Herzfunktion überprüfen. Jedoch sind Fahrrad und Laufband für ältere Personen, bei Gleichgewichtsproblemen oder bei einer eingeschränkten Beweglichkeit nicht immer geeignet. Der 6-Minuten-Gehtest kann eine gute Alternative bieten. Der 6-Minuten-Gehtest ist eine einfach durchzuführende Untersuchung, um die Leistungsfähigkeit oder den Therapieverlauf zu überprüfen

Wie funktioniert der 6-Minuten-Gehtest?

Bei diesem Test gehen Sie innerhalb von 6 Minuten so weit Sie können. Sie gehen auf einem ebenen, harten Boden und dürfen, wenn nötig, Pausen machen oder die Geschwindigkeit ändern. Die Strecke verläuft zum Beispiel geradeaus in einem längeren Flur oder in einem Kreis, damit Sie nicht plötzlich die Richtung ändern müssen. Während der gesamten Zeit ist medizinisches Personal bei Ihnen, stoppt die Zeit und misst die Strecke, die Sie in der Zeit zurückgelegt haben. Während des Tests können zusätzlich auch Blutdruck, Puls und Sauerstoffsättigung gemessen werden

Was kann der 6-Minuten-Gehtest aussagen?

Unser Anstrengungslevel beim Gehen gleicht dem bei Alltagstätigkeiten. Daher kann der 6-Minuten-Gehtest die körperliche Belastung im Alltag besonders gut widerspiegeln. Veränderungen der Gehstrecke können anzeigen, wie schnell oder langsam die Erkrankung fortschreitet. Der Test ist auch zur Therapiekontrolle bei IPF geeignet. Verbessert eine Behandlung beispielsweise die Kurzatmigkeit, können Patienten in der Regel auch weitere Strecken als zuvor zurücklegen. In Kombination mit zusätzlichen Untersuchungsparametern wie der Vital- und Diffusionskapazität, liefert der 6-Minuten-Gehtest wichtige Informationen für Patient und Arzt

Weshalb ist Bewegung bei IPF so wichtig?

Regelmäßige Bewegung ist nicht nur gut für das Allgemeinbefinden und die Stimmung, sondern kann sich auch förderlich auf die IPF auswirken. Die Lungenärzte der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin empfehlen eine Kombination aus Ausdauer- und Kraftübungen zweimal pro Woche. Diese Übungen können die körperliche Leistungsfähigkeit und die Lebensqualität von Menschen mit IPF verbessern

Daneben gibt es Lungensportprogramme, die speziell auf die Bedürfnisse bei chronischen Lungenerkrankungen abgestimmt sind. Beim Lungensport können Patienten gezielt die Atemmuskulatur trainieren, um tiefer Einatmen zu können. Sie lernen auch Übungen, die sie regelmäßig zu Hause wiederholten sollten. Um ein Lungensportprogramm in Ihrer Nähe zu finden, können Sie Ihren Arzt und Ihre Krankenkasse fragen. Inzwischen steht fest, Lungensport ist neben der medikamentösen Behandlung eine wichtige Ergänzung und kann die körperliche Belastbarkeit effizient verbessern.

 

Quellen:

  1. Dowman, L. M. et al. (2017). The evidence of benefits of exercise training in interstitial lung disease: a randomised controlled trial. Thorax. 72(7):610-619
  2. Gupta, N., et al. (2017). 6 Minute walk test and idiopathic pulmonary fibrosis: distance or desaturation? A prospective observational study. J Med Therap. 1(2): 4-4.
  3. Lungeninformationsdienst: Sechs-Minuten-Gehtest. Stand: 12.03.2019. https://www.lungeninformationsdienst.de/diagnose/6-minuten-gehtest/index.html 
  4. Lungenärzte im Netz. Auch Patienten mit Lungenfibrose profitieren von Lungensport. Pressemeldung. Stand: 13.3.2018. https://www.lungenaerzte-im-netz.de/news-archiv/meldung/article/auch-patienten-mit-lungenfibrose-profitieren-von-lungensport/
WEITERES ZU RECHTLICHES & SOZIALES  

Welche Reiseziele eignen sich für IPF-Patienten? Die besten Voraussetzungen bieten warme, trockene Regionen oder Küstenorte für Menschen mit Lungenerkrankungen. Die salzhaltige, schadstoffarme Meeresluft wirkt sich positiv auf die Lungenfunktion aus. Ungeeignet sind Städte mit hoher Schadstoffbelastung. Bei Reisen in die Berge sollten Sie beachten, dass ab einer bestimmten Höhenlage der Sauerstoffgehalt sinkt und damit auch die körperliche Belastbarkeit abnimmt. Wer in die Berge reisen möchte, sollte wissen, dass ab 2.000 Höhenmetern vorher unbedingt eine ärztliche Untersuchung durchzuführen ist. Generell gilt: Informieren Sie sich im Voraus genau über die medizinische Versorgung am Urlaubsort!

Buchen Sie bei einem Reiseveranstalter, geben Sie bereits zu Beginn an, dass Sie an einer Lungenerkrankung leiden. So können Sie direkt richtig beraten werden.

Als IPF-Patient ins Flugzeug?

Als IPF-Patient müssen Sie sich zwei Wochen vor einer Flugreise Ihre Flugtauglichkeit in einer ärztlichen Untersuchung feststellen und bescheinigen lassen. Besonders auf Langstreckenflügen ist der arterielle Sauerstoffpartialdruck um 25 Prozent vermindert, was bei IPF-Patienten zu Sauerstoffmangel führen kann. Wenn Sie auf eine mobile Sauerstoffversorgung angewiesen sind, sollten Sie mit der Fluggesellschaft klären, wie die Versorgung während des Fluges gewährleistet werden kann und welche Regelungen für den Transport gelten. Auch auf Schiffreisen herrschen meist besondere Bestimmungen.

Ärztliche Untersuchung vor dem Urlaub

IPF-Patienten sollten nur in einer möglichst guten körperlichen Verfassung verreisen. Deshalb ist es empfehlenswert, dass Sie acht Wochen vor Reisebeginn Ihren Arzt aufsuchen, damit er Ihren Gesundheitszustand untersuchen kann. Besprechen Sie mit Ihrem Arzt auch, wie Sie im Notfall vorgehen sollen und wie die mögliche Betreuung an Ihrem Urlaubsort gewährleistet ist. Lassen Sie sich bei diesem Termin auch Rezepte für Ihre Medikamente ausstellen, die Sie regelmäßig einnehmen.

Zollbestätigung und Notfallausweis im Gepäck

Damit Sie wegen Ihrer Medikamente bei Auslandsreisen keine Probleme am Zoll bekommen, bitten Sie Ihren Arzt Ihnen eine mehrsprachige Bescheinigung auszustellen. Darin bestätigt er mit Unterschrift und Praxisstempel, dass Sie bestimmte Medikamente benötigen. Führen Sie Ihre Medikamente immer in der Originalverpackung mit Beipackzettel mit sich. Für IPF-Patienten ist es außerdem sinnvoll, einen Europäischen Notfallausweis mit allen wichtigen medizinischen Informationen über Ihre Person, gegebenenfalls Ihren Sauerstoff-Pass und die Flugtauglichkeitsbescheinigung mitzunehmen.

Auch als IPF-Patient können Sie eine Reiserücktritts- und eine Auslandskrankenversicherung abschließen. Beachten Sie dabei die vorliegende Regelung bei „chronischer Erkrankung“  und kontaktieren Sie im Vorfeld die Stornoberatung Ihrer Versicherung. Lassen Sie Ihre Reisefähigkeit außerdem mit einem ärztlichen Attest bestätigen. Denn Sie haben nur Anspruch auf Versicherungsleistungen, wenn gesundheitliche Veränderungen unerwartet auftreten.