THERAPIEOPTIONEN
bei IPF

Therapieoptionen bei idiopathischer Lungenfibrose (IPF)

Die idiopathische Lungenfibrose (IPF) ist eine schwerwiegende Erkrankung, bei der das Lungengewebe vernarbt und die Atmung dadurch erschwert wird. Es handelt sich um eine progrediente Erkrankung, also eine Erkrankung, die sich über einen längeren Zeitraum verschlimmert. Die durch die IPF verursachte Vernarbung Ihrer Lunge kann nicht wieder rückgängig gemacht werden. Daher ist es wichtig, dass Sie sich so schnell wie möglich an Ihren Arzt wenden und mit ihm die für Sie infrage kommenden Behandlungsoptionen zu besprechen. Es gibt verschiedene Therapiemöglichkeiten. Welche davon für Sie am besten geeignet ist, hängt von Ihrer individuellen Situation ab.


Lungentransplantation

Eine Lungentransplantation ist für an IPF-Erkrankte derzeit die einzige Heilungsmöglichkeit. Allerdings kommt sie nur für wenige Betroffene infrage. Sie ist mit einem großen Eingriff verbunden, dessen Risiken es zu berücksichtigen gilt. Nicht jeder Betroffene ist für eine solch große Operation in der richtigen körperlichen Verfassung. Sollte bei Ihnen eine Lungentransplantation infrage kommen, müsste zunächst eine passende Spenderlunge gefunden werden, was nicht einfach ist und eine gewisse Zeit in Anspruch nehmen kann. Ihr Arzt kann Ihnen weitere Informationen über den Transplantationsprozess geben und mit Ihnen besprechen, ob es sich bei der Lungentransplantation um eine für Sie mögliche Option handelt.

Antifibrotische IPF-Medikamente

In den letzten Jahren sind Medikamente, die speziell für die Behandlung der IPF zugelassen worden sind, auf den Markt gekommen. Diese Medikamente werden als antifibrotische Therapien bezeichnet. Sie können die Vernarbung der Lunge verlangsamen, zu einer Heilung aber führen sie nicht. Wie alle Medikamente können auch diese mit Nebenwirkungen verbunden sein. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wie Sie mögliche Nebenwirkungen am besten in den Griff bekommen. Es ist wichtig, herauszufinden, ob IPF-Medikamente für Sie das Richtige sind, da schnellstmöglich mit einer Therapie begonnen werden sollte. So lässt sich gesundes Lungengewebe möglichst lange erhalten.

Sauerstofftherapie

Oft wird IPF-Betroffenen unterstützend eine Sauerstofftherapie angeboten. Die Betroffenen bekommen über einen Behälter oder eine Maschine, Konzentrator genannt, zusätzlichen Sauerstoff verabreicht. Sie atmen den Sauerstoff über einen Schlauch in die Nase ein. Die Sauerstofftherapie kann dazu beitragen, dass Sie sich weniger außer Atem fühlen, weiterhin so aktiv wie möglich bleiben und insgesamt eine bessere Lebensqualität erreichen.

Pulmonale Rehabilitation (Rehabilitation der Lunge)

Die pulmonale Rehabilitation kann Ihnen helfen, Ihren Alltag trotz IPF-Symptomen zu meistern. Das Programm wird von Gesundheitsexperten geleitet. Sie erhalten Informationen über die Erkrankung IPF, es wird mit einem Übungs-/Trainingsprogramm begonnen und Sie erlernen Techniken, wie Sie mit Ihrer Atemnot besser umgehen können. Gegebenenfalls werden Ihnen Tipps zur Ernährung gegeben und mit Ihnen die emotionalen Aspekte im Zusammenhang mit Ihrer Erkrankung besprochen.

Medikamente gegen Sodbrennen

Häufig kommt es bei Betroffenen der IPF zum sogenannten gastroösophagealen Reflux. Das bedeutet, dass Magensäure in die Speiseröhre zurückläuft. So kommt es bei manchen Menschen zu einem brennenden Schmerz (Sodbrennen), andere wiederum zeigen keine Symptome. Dabei kann es auch passieren, dass winzige Tropfen der Magensäure in die Lunge eingeatmet werden und das Gewebe dadurch Schaden nimmt. In diesem Fall kann Ihnen Ihr Arzt Medikamente empfehlen, um das Sodbrennen besser in den Griff zu bekommen.